Kerninhalte der Kreativen Leibtherapie

(nach Dr. Udo Baer und Dr. Gabriele Frick-Baer)

Kreative Leibtherapie ist würdigend. Sie respektiert die Würde der Klientinnen, der Therapeutinnen und der Begegnung zwischen Ihnen.

Kreative Leibtherapie nutzt das Wort und die vielfältigen Ausdrucks- und Veränderungspotentiale des Tanzes und der Bewegung, der Poesie und des Theraters, der Musik und des Gestaltens, um Menschen mehr Ausdrucks- und Wahlmöglichkeiten des Erlebens zu eröffnen.

Kreative Leibtherapie fußt auf den Erkenntnissen moderner wissenschaftlicher Forschung und geht davon aus, dass jede therapeutische Begegnung ein einzigartiger kreativer Akt ist.

Kreative Leibtherapie ist Resonanztherapie. Menschen sind soziale Wesen und brauchen Resonanz. Kreative Leibtherapeutinnen bieten Resonanzerfahrung an, arbeiten mit Nähren, Spiegeln, Gegenüber, mit Feedback, Sharing, Übertragung.

Kreative Leibtherapie ist ein phänomenologisches Verfahren, dass alle konkreten Phänomene des Lebens und Erlebens eines Menschen ernst nimmt und im therapeutischen Prozess aufgreifen kann ( und nicht nur das Verhalten oder nur die Emotionen oder nur die systemischen Beziehungen oder nur die Pathologie...).

Kreative Leibtherapie ist ein phänomenologisch-tiefenpsychologisches Verfahren, das Veränderungen von Basismustern des Erlebens und des Verhaltens ermöglicht. Verfestigte tiefe Strukturen, unter denen Menschen leiden, können insbesondere durch die Arbeit mit primären und anderen Leibbewegungen, Erregungskonturen, Resonanzebenen und andere kreativ-therapeutische Methoden aufgeweicht und veränderbar gemacht werden.

Kreative Leibtherapie achtet die Kompetenz der Klientin.

Kreative Leibtherapie bietet Raum für das Erproben experimenteller Veränderungen im geschützen Rahmen der Therapie und bemüht sich um den Transfer in den Alltag.

Kreative Leibtherapie beinhaltet eine Reihe theoretischer Modelle und praktischer Methoden, die in einem inneren Zusammenhang stehen. Sie ist insofern einerseits ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren. Andererseits ist sie grundsätzlich offen und öffnend angelegt. Sie kann mit anderen Verfahren integriert werden und bemüht sich um Integration und einen fruchtbaren Austausch. Abgrenzung gilt nicht anderen Verfahren, sondern Verletzungen der Würde.